Nachhaltige Schülergenossenschaften Niedersachsen nehmen an Seminar teil

 

Nachhaltige Schülergenossenschaften Niedersachsen nehmen an Seminar teil

Raus aus der Schule - rein in die genossenschaftliche Arbeitswelt. Knapp 100 Schülerinnen  und Schüler haben auch in diesem Jahr wieder mit ihren Lehrern an dem zweitägigen Seminar für Schülergenossenschaften am 14. und 15 Februar im Stephansstift in Hannover und am 13. und 14. März in Rastede erfolgreich teilgenommen. Gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde und dem Genossenschaftsverband Weser Ems e.V. konnten die Schülerinnen und Schüler Praxis und Theorie des Genossenschaftswesens erlernen und erleben. Wie funktioniert das Rechnungswesen, wie hilft mir die Satzung der Schülergenossenschaft bei den Genossenschaftsthemen, welche Pflichten habe ich als Vorstand oder Aufsichtsrat einer Schülergenossenschaft? Wie kalkuliere ich den richtigen Preis für meine Produkte und Dienstleistungen? Wie machen es andere Schülergenossenschaften oder reale Genossenschaften?

Nach der Begrüßung durch Norbert Klüh, Fachkoordinator für Nachhaltige Schülergenossenschaften in Niedersachsen und Daniela Watzke, Seniorberaterin im Genossenschaftsverband e.V. stellten sich die teilnehmenden Schülergenossenschaften vor. Mittels Power Point, selbst produzierter Filme und freier Vorträge vermittelten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Geschäftsfelder und Organisationsstruktur ihrer jeweiligen Schülergenossenschaft.

Am Nachmittag folgten Vorträge und Gruppenarbeiten zu Themenblöcken wie „Genossenschaftliche Strukturen, Rechnungswesen in der Schülergenossenschaft: Grundsätze, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Führen der Mitgliederliste, Vorbereitung des Jahresabschlusses; und Gremienarbeit“. Diese wurden geleitet von Joachim Prahst, Seniorberater für Schülergenossenschaften in Niedersachsen, Herrmann Kuhlmann, Verbandsprüfer im Ruhestand für Schülergenossenschaften und Norbert Klüh.

Der erste Veranstaltungstag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein.

Am zweiten Tag führte eine Exkursion die Schülerinnen und Schüler in die reale Genossenschaftswelt. Besichtigt wurde die Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover eG sowie die Groka, Groß-Kartoffelvertrieb Dollbergen GmbH & Co. KG. Nach einer ersten Vorstellung der Unternehmen sowie den Ausbildungschancen und den Merkmalen der Unternehmen als genossenschaftliche Unternehmensform durch die Personalleiterin Frau Michler, hatten die Seminarteilnehmer die Möglichkeit, sich das Unternehmen im Rahmen einer Betriebsführung durch den technischen Betriebsleiter, Herrn Giere, einmal genauer anzusehen. Besonders die Lagerdimensionen, -abläufe und die Sortimentsvielfalt sorgten hierbei für Staunen.

Wie wichtig das Thema Versicherungen im Schulalltag und speziell bei Schülergenossenschaften in den verschiedensten Geschäftsfeldern ist, erläuterte Stephan Büttgen von der R+V Allgemeine Versicherung AG.

Im weiteren Verlauf fand ein Erfahrungsaustausch der betreuenden Lehrer mit den Ansprechpartnern ihrer Partnergenossenschaften statt, bei dem erörtert wurde, wie sich die Zusammenarbeit vor Ort gestaltet und weiter optimiert werden kann.

Unterstützt wurde das Seminar dieses Jahr von der Genossenschaftsstiftung, der an dieser Stelle besonderer Dank gebührt! Die Stiftung hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Ausbildung des genossenschaftlichen Nachwuchses durch Schulungen zu unterstützen. Die Arbeit der Stiftung ist somit eng mit der Förderung der Errichtung neuer Genossenschaften und Kooperationen verknüpft und ist auf langfristige, also nachhaltige Maßnahmen ausgerichtet. Beides trifft nachweislich auf das Projekt „Nachhaltige Schülergenossenschaften“ in Niedersachsen zu. Seit 2006 bis heute haben Schülerinnen und Schüler aller Schulformen an diesem Projekt teilgenommen und die genossenschaftliche Rechtsform in der Praxis kennenlernen und ausprobieren dürfen.

Bei dem oben aufgeführten Text handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Der vollständige Artikel findet sich hier.