Schülergenossenschaften – ein einzigartiges Schülerfirmenmodell

Schülergenossenschaften sind Schülerunternehmen mit realem Geschäftsbetrieb und klaren demokratischen Regeln. Ihre Mitglieder verfolgen gemeinsame Ziele.

Die Initiative wird von drei genossenschaftlichen Prüfungsverbänden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durchgeführt. Dies macht Schülergenossenschaften zu einem einzigartigen Schülerfirmenmodell: der Genossenschaftsverband prüft jährlich die Arbeit jeder Schülergenossenschaft und gibt Tipps zur Verbesserung. Eine lokaler Partner vor Ort (in der Regel eine Genossenschaft) begleitet und unterstützt die Schülerinnen und Schüler.

Derzeit gibt es Schülergenossenschaften in vier Bundesländern mit jeweils eigenen Projektteams.  Projektträger in Niedersachsen ist außerdem die Niedersächsische Landesschulbehörde.

Schülergenossenschaften gibt es an allen weiterführenden Schulformen - von der Förderschule bis zur Berufsschule. Die mitarbeitenden Schüler/innen in Schülergenossenschaften sind in der Regel zwischen 12 und 22 Jahren alt.

Daten & Fakten

  • Schülergenossenschaften sind Schülerunternehmen mit genossenschaftlicher Unternehmungsform
  • Schülergenossenschaften üben einen tatsächlichen Geschäftsbetrieb aus,  sind aber keine "echten" Unternehmen, sondern ein Bildungsprojekt ihrer Schule
  • Einzigartiges Schülerfirmenmodell: Schülergenossenschaften werden durch Genossenschaftsverband betreuut und jährlich geprüft
  • Besonders demokratisch: grundsätzliche Entscheidungen trifft die Generalversammlung aller Mitglieder. Ein Mitglied - eine Stimme.
  • Partnerschaftliches Betreuungskonzept: Schülergenossenschaften werden durch ihre Schule und eine Genossenschaft vor Ort betreuut (in der Regel)
  • Rund 160 Schülergenossenschaften gibt es bundesweit
  • Erste Gründung einer Schülergenossenschaft im Jahr 2006 in Niedersachsen

Struktur

  • Schirmherrschaften von Landesministerien
  • Drei beteiligte Genossenschaftsverbände und regionale Partner
  • Eigene Projektteams in vier Bundesländern, bundesweite Steuerung beim Genossenschaftsverband-Verband der Regionen e.V. in Düsseldorf
  • Umsetzung derzeit in vier Bundesländern möglich (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz). Weitere Bundesländer auf Anfrage.
  • Begleitung und Unterstützung durch den Dachverband der Genossenschaften, dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV)
  • Finanziert durch Projektkosten, Genossenschaftsverbände, öffentliche Fördermittel

Bilanz

  • Wissenschaftliche Evaluierung durch die Frankfurt University of Applied Science (Frankfurt am Main, Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg)
  • Hohe Zufriedenheit bei Schüler/innen und Lehrkräften
  • Schüler schätzen u.a. Praxisnähe, Gruppenerlebnis, Selbstständigkeit. Erfahrungen aus dem Projekt werden als hilfreich für die weitere berufliche Laufbahn gesehen.
  • Lehrer/innen schätzen die Kompetenzzuwächse in den pragmatischen, sozialen und personalen Kompetenzbereichen und sehen große Potentiale für die Berufsvorbereitung
  • Schüler wie Lehrer schätzen den hohen Realitätsbezug von Schülergenossenschaften
  • Partnergenossenschaften versprechen sich in hohem Maße durch ihr Engagement eine Verbreitung des Genossenschaftsgedankens sowie eine Förderung der Berufsorientierung- und Vorbereitung der Schüler/innen
 
Weitere Informationen zur Forschung finden sich unter http://www.genoatschool.de.
Eine Zusammenfassung des Evaluationsberichtes kann hier abgerufen werden.
Download (PDF)