Rückblick auf den Raiffeisentag für Schülergenossenschaften in Rheinland-Pfalz

Foto: Ralf W. Barkey, Vorsitzender Vorstand Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. (2.v.l.), Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, und Thomas Metz (rechts), Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, besuchten den Raiffeisentag für Schülergenossenschaften auf der Festung Ehrenbreitstein.

Mehr als 200 Mädchen und Jungen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Genossenschaften besuchten die heutige Fachtagung. Die Schülerinnen und Schüler päsentierten dabei die Vielfallt ihrer Geschäftsideen: von Schul-Imkereien über Ökostrom-Vertrieb bis hin zu Fair-Trade-Pausensnacks.

Veranstalter war der Genossenschaftsverband- Verband der Regionen e.V. (Team Schülergenossenschaften) in Kooperation mit der Generaldirektion kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Landesmuseum Koblenz) und dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz.


26. September 2018

Gemeinsam Großes leisten: nachhaltig, sozial, verantwortungsbewusst und dabei entdecken, was sie alle verbindet. So ticken und funktionieren Schülergenossenschaften.

Damit haben sie viel gemein mit den sonst bekannten Genossenschaften wie Volksbanken oder Landwirtschaftsbetrieben. In Rheinland-Pfalz sind die „kleinen“ Ableger voll im Trend: 13 eingetragene Schülergenossenschaften gibt es bereits. Die erste Gründung liegt knapp vier Jahre zurück. Die Tendenz ist steigend. Das zeigte sich auch während des ersten landesweiten Raiffeisentages der Schülergenossenschaften auf der Festung Ehrenbreitstein zu Koblenz.

Mehr als 200 Mädchen und Jungen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Genossenschaften besuchten die heutige Fachtagung.

Dort wurden Unternehmensideen auf einer Messe vorgestellt, in zwölf verschiedenen Workshops Erfahrungen ausgetauscht und viele Fachgespräche mit den Patengenossenschaften geführt. Für Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes, sind Schülergenossenschaften „eine wertvolle Erfahrung für unsere Fachkräfte von morgen. Sie erleben etwas, was sonst nur im späteren Arbeitsleben möglich ist: eine eigene Firma zu gründen, diese zu führen, selbst Produkte oder Dienstleistungen anzubieten und auch deren Preise zu kalkulieren.“ Dabei scheint das Spektrum schier grenzenlos: von Schul-Imkereien über Ökostrom-Vertrieb bis hin zu Fair-Trade-Pausensnacks. Die Produkte und Dienstleistungen werden sowohl schulintern als auch extern angeboten und verkauft.

Beeindruckt vom Ideenreichtum zeigte sich ebenfalls Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Das Wirtschaftsministerium hat die Schirmherrschaft für die Schülergenossenschaften in Rheinland-Pfalz und somit auch für den heutigen Tag übernommen. „Die Schülergenossenschaften sind eine hervorragendes Angebot, um Jugendlichen an Schulen Wirtschaftswissen zu vermitteln. Als reales, auf Dauer angelegtes Unternehmen bieten sie den Jugendlichen die Möglichkeit, im direkten Kontakt mit realen Kunden, Lieferanten, Produkten und Geld, wirtschaftliche Kenntnisse und Know-how zu erwerben. Das ist angewandter Wirtschaftsunterricht, der den Schülerinnen und Schülern Spaß macht und den ein oder anderen vielleicht sogar dazu bringt, später ein eigenes Unternehmen zu gründen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

Doch was macht die Erfahrung in einer Schülergenossenschaft so wertvoll?

Ganz einfach: Die Schülerinnen und Schüler trainieren in ihren Unternehmen vorausschauendes Denken, demokratische Partizipation und soziales Gewissen – Qualitäten, an denen es in der Wirtschaft heutzutage durchaus hier und da mangelt. Damit haben Genossenschaften und eben auch die „kleinen“ Ableger in den Schulen überhaupt nichts an Bedeutung eingebüßt. Im Gegenteil, sie sind in Zeiten von Do-It-Yourself und Crowdfunding wichtiger denn je. Jugendliche fahren auf die nunmehr fast 160 Jahre alte Idee der Genossenschaft voll ab. Mit ihren kleinen Firmen entwickeln sich die Mädchen und Jungen menschlich und fachlich weiter und gewinnen bereits in der Schule wichtige Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt. „Darüber hinaus lernen Schülerinnen und Schüler eine Wirtschaftsform kennen, die verantwortliches Handeln und wirtschaftlichen Erfolg verknüpft und dazu einlädt, sich mit den sozialen und ökologischen Herausforderungen aktiv auseinander zu setzen“, erklärte Ralf W. Barkey während der Podiumsdiskussion „Schülergenossenschaften – eine starke Raiffeisenidee“.

Input lieferten hier auch Staatssekretärin Daniela Schmitt, Ralf Kölbach, Vorstandsmitglied der Westerwaldbank, sowie zwei Schülergenossenschaftler, der Koblenzer Paul Stammel und Mara Thul aus Salmtal.

Zurzeit gibt es 13 gegründete Schülergenossenschaften in Rheinland-Pfalz.

Es sollen aber weitaus mehr werden. Das vorsichtig gesetzte Ziel ist, dass mindestens fünf neue Schülergenossenschaften pro Jahr hinzukommen. Unterstützt werden die kleinen Unternehmen vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz sowie natürlich den zahlreichen Partnergenossenschaften vor Ort. Denn zu jeder Schülergenossenschaft gehört auch immer eine Paten-Genossenschaft, die mit Kompetenz und Know-how zur Seite steht.

Bilder von der Veranstaltung

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Impressionen 1

Quelle: Pfeuffer/GDKE, schuelergeno.de


Impressionen 2

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Quelle: GV, schuelergeno.de

 

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